Sie sind hier: Aktuelle Meldungen
Zurück zu: Das Jubiläum
Allgemein:
Kontakt
Impressum
Grußkarten
So stimmen Sie ab
TeK100.de im Überblick
Abgeschlossen wurden dieser Tage die Arbeiten am Grab Ernst von Stubenrauchs. Die letzte Ruhestätte des bedeutenden Kommunalpolitikers auf dem Genshagener Friedhof befand sich in den vergangenen Jahren in einem bedauernswerten Zustand. Deshalb hatten sich besorgte Bürger an die Kreisverwaltung Teltow-Fläming gewandt und darum gebeten, etwas zur Ehrung des Andenkens an Stubenrauch zu unternehmen.
Bereits im Herbst vorigen Jahres hatte das Hoch- und Tiefbauamt der Kreisverwaltung die gärtnerischen Anlagen rund um das Bauwerk in Ordnung gebracht, Steine gesetzt und die gemauerten Gewölbekammern mit Zierkies bedeckt. Jetzt wurde auch das Grabmal selbst gründlich gereinigt und mit einem Spezialfilm zum Schutz vor Verwitterung überzogen. Dies war
temperaturbedingt nicht eher möglich. Ein Vertrag mit einem Gartenbaubetrieb soll künftig dafür sorgen, dass das Grabmal regelmäßig gepflegt wird.
Ernst von Stubenrauch wirkte von 1885 bis 1908 als Landrat des Kreises Teltow (benannt nach der die Landschaft prägenden Teltowplatte). Dieser Kreis erstreckte sich vom heutigen Landwerkanal in Berlin aus teilweise auf das Gebiet des heutigen Landkreises Teltow-Fläming. Ernst von Stubenrauch engagierte sich u.a. für bessere hygienische und sanitäre Bedingungen im Kreis Teltow. Während seiner Amtszeit wurden im Kreis mehrere Krankenhäuser gebaut. Ferner zeichnete Stubenrauch verantwortlich für den Bau des Grunewaldturmes, der aus Anlass des 100. Geburtstags Wilhelm I. errichtet wurde.
Stubenrauchs bedeutendste Leistung war ohne Zweifel die Initiative zum Bau des Teltowkanals. Vom ersten Spatenstich am 22. Dezember 1900 bis zur Eröffnung am 2. Juni 1906 vergingen fast sechs Jahre. Der Teltowkanal erleichterte den Schiffsverkehr und die Abwasserbeseitigung und förderte die Industrialisierung im Berliner Süden.
In die Amtszeit Ernst von Stubenrauchs fiel aber auch die Eingemeindung großer Teile des Kreises Teltow nach Berlin. Dadurch gingen nicht nur die Einwohnerzahlen, sondern auch die Steuereinnahmen des Kreises zurück. Ernst von Stubenrauch galt als durchsetzungsfähig und willensstark - Eigenschaften, die er zum Wohle des Kreises Teltow einsetzte.
Ernst von Stubenrauch starb im Jahr 1909. Er wurde im Erbbegräbnis seiner Frau, einer geborenen Freiin v. Eberstein, auf dem Genshagener Friedhof beigesetzt. Das Grabmal steht heute als Einzeldenkmal unter besonderem Schutz.
Abbildung: Ernst von Stubenrauch. Erbauer des Teltowkanals. - Grabmal auf dem Friedhof in Genshagen. Foto ©2006 dudoni® - Informationsagentur für digitale Medien.
Gehe zu: Der aktuelle Ablaufplan für den 2. Juni 2006 2006 - Das Jahr der großen Jubiläen