Gerhard Enser
Sehr geehrte Festgäste, liebe Bürger der Region,
die Region Kleinmachnow-Stahnsdorf-Teltow richtet zusammen mit dem Wasserschifffahrtsamt Berlin am 02. Juni 2006 die Festveranstaltung zum 100jährigen Jubiläum des Teltowkanals aus. Nach dem Festakt der Wasserschifffahrtsverwaltung in der Wasserbauschule an der Kleinmachnower Schleuse wartet auf der Festmeile rund um die Schleuse auf mehreren Bühnen ein buntes Programm auf Sie.
Als Bürgermeister der geschäftsführenden Gemeinde unserer Kommunalen Arbeitsgemeinschaft „Der Teltow“ danke ich bereits heute dem Regionalen Gewerbeverein für die Vorbereitung des Bürgerfestes, den Teilnehmern an der Veranstaltung für ihr Mitwirken und den zahlreichen Firmen und Organisationen für ihre freundliche Unterstützung.
Das Jubiläum und die Veranstaltung soll die Region verbinden. Feiern wir gemeinsam das 100jährige Jubiläum des Teltowkanals, weil dem Kanal ein wesentlicher Beitrag für die Industrialisierung und die Entwicklung der Metropolregion Berlin-Brandenburg zukommt. Die Teilung Deutschlands hat seinen Nutzen für Jahrzehnte eingeschränkt. Der Kanal ist derzeit nur von Binnenschiffen mit eingeschränkter Nutzlast befahrbar. Die Uferzonen haben in Abschnitten den Charme von Industriebrachen. Die Pläne für den Ausbau der Schleuse in Kleinmachnow sind formal festgestellt, aber nicht verwirklicht.
Wir freuen uns, dass die Brücke vor dem Schleusenbauwerk seit 2005 Kleinmachnow und Stahnsdorf wieder verbindet und regionale Straßenverkehre zumutbar verteilt. Der Kanal als Wasserstraße ist eine Erlebniswelt für alt und jung. Der Kanal eröffnet Wanderern und Radfahrern, Anglern und Wassersportlern am und im Wasser Raum für eine aktive Freizeit. Es ist noch viel zu tun, um die Anziehungskraft zu verbessern. Die Möglichkeiten zur Rast am Kanal in Gaststätten und an Aussichtspunkten haben noch nicht wieder die Qualität der ersten Jahrzehnte des 100Jährigen. Die Betrachtung des Schleusenvorgangs der Binnenschiffe und Sportboote übt unverändert ihren Reiz aus. Die Kanalaue in der Region zu gestalten, ist eine anspruchsvolle und langfristige Aufgabe, die gerade in Angriff genommen wird. Stahnsdorf wird „seinen“ Uferweg nutzbar erhalten.
Die Zweckbestimmung des Teltowkanals als Wasserweg der Binnenschifffahrt ist unverändert sinnvoll, wenn dessen Einbindung in die Transportketten des Güterverkehrs neue Qualität und Rationalität erfährt. Die Politik sollte die Zukunft des Kanals mit Entscheidungsfreude im Sinne des Gemeinwohls begleiten.
Gerhard Enser, Bürgermeister Stahnsdorf









