48 Stunden Kunst und Kultur pur
Zwei wunderbare Sonnentage, zwei herrlich laue Sommernächte, flankiert von viel Engagement, Lust an Kreativität und bester Laune brachten den 48 STUNDEN NEUKÖLLN am vergangenen Wochenende den Sieg für Kunst und Kultur. Das größte und bunteste Kunst-Fest Berlins zog wieder einmal unzählige Besucher aus der ganzen Stadt und darüber hinaus an.
Zur Eröffnung und als Startschuß gaben die flotten Rhythmen der Carribean Marching Band ein gutes Tempo vor und luden das Publikum danach in den Kunst-Dschungel ein. Ab dann durfte die Kunst 48 Stunden lang sprechen. Und mehr noch als im letzten Jahr bestach das Festival durch einen hohen Qualitätsanspruch aller Teilnehmer und eine gelungene Logistik im Hintergrund.
Über 300 Veranstaltungen an 140 ungewöhnlichen und interessanten Orten boten einfach alles: Spannende live Kunstaktionen, Open Air Installationen, Konzerte, Lichtkunst, temporäre Galerien, Schaufensterkunst bis hin zu Interventionen im Stadtraum oder Tanz- und Theateraufführungen. Die Besucher flanierten trotz sommerlicher Hitze und Fußballkonkurrenz entspannt von einem Ereignis zum anderen.
Im Rahmen des diesjährigen Highlights Neukölln fließt stellten viele Künstler ihre Assoziationen, Ideen und Empfindungen zum Wasser in fünf Hinterhöfen der Karl-Marx-Straße und erstmalig entlang des Landwehr- und des Neuköllner Schifffahrtskanals zur Schau. Canale Grande wurde am Samstag Nachmittag mit einem Wettrudern Neuköllner Firmen vor dem Hotel Estrel eröffnet. Einige Neuköllner gingen tatsächlich baden, als einer der Vierer kenterte, aber dies blieb der einzige Unfall auf dem Wasser. Sehr charmant wirkte dabei die reine Frauencrew, die das Kulturnetzwerk Neukölln, Veranstalter der Festivals, an den Start beim geschickt hatte, auch wenn es am Ende nur im Mittelfeld blieb.
Einen wesentlich gemütlicheren Weg zu den Ausstellungen, Kunstinstallationen und –events entlang des Kanals konnten die Besucher wählen. Ein Schiffs- und ein historischer Bus-Shuttle verkürzten nicht nur die Wege, sie versetzten die Kunstfreunde auch in jene relaxte Stimmung, die den Genuss an den Sehenswürdigkeiten besonders in den dämmerigen Abendstunden noch zu steigern vermochte. Auch die Installationen auf den Hinterhöfen kamen in der verschwindenden Abendsonne noch besser zur Geltung. Vor allem der Künstlerhof Rue Bunte mit der harmonischen „Wasserlinie“ von Annelie Hermann und einem vielseitigen Musikprogramm erwies sich als echter Zuschauermagnet.
Zum Bummeln und Verweilen luden die sogenannten Kunstfilialen ein: Sechs Nord-Neuköllner Kieze präsentierten sich und ihre Kunst unter jeweils einem eigenen Motto. Ausgestattet mit den jeweiligen Flyern konnten sich die Besucher problemlos in den Quartieren orientieren und die Kunst, die sich, wie gewohnt an ungewöhnlichen und versteckten Orten präsentierte, auffinden. Und wer z.B. die Tanzperformances vor dem Schillerpalais sehen, die Lichtinstallation „Pont Bleu / Pause Bleue“ auf der Thielenbrücke aber nicht versäumen und auch die Chance auf ein Picknick auf dem sechsten Parkdeck der Neukölln-Arcaden mit dem wunderbaren Blick über Berlin wahren wollte, überbrückte die nicht unbeträchtlichen Entfernungen am Samstag am besten mit dem Skoda-Limousinen-Shuttle, der die Kieze auf angenehme Weise zusammenrücken ließ.
Doch so viel Kunst macht hungrig und durstig und lenkt die Aufmerksamkeit unweigerlich auf den Richardplatz. Denn hier wurde bereits zum 25. Mal kulturübergreifend bei Kiez International und den Bewegten Welten gefeiert. Ein Fest, das wie die internationale Kunst der 48 STUNDEN jedes Jahr aufs Neue zeigt, das das Zusammenleben selbst grundverschiedener Kulturen nicht nur Problem, sondern auch Chance sein kann.
Die Künstler machen es uns vor, und das ist vielleicht ihr größter Verdienst.
Fotogalerie 2006 bald online!
48 STUNDEN NEUKÖLLN, vom 23. bis 25. Juni 2006.
www.48-stunden-neukoelln.de
Quelle: Pressemitteilung
Juliette Montier
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
48 Stunden Neukölln
Kulturnetzwerk Neukölln e.V.
Karl-Marx-Str. 131
12043 Berlin
Tel. 030 / 6824 7821
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