Brücken im Park
Seminar "Brücken im Park"
Schinkelwettbewerb 2005 des Architekten- und Ingenieur-Verein zu Berlin
Prof. K. Rückert, Dipl.-Ing. B. Sill in Zusammenarbeit mit dem FG Historische Bauforschung, Prof. Dorothée Sack und dem FG Stahlbau, Prof. J. Lindner
Preisträger
Jan Zapletal, Andreas Zeese (Architektur) und Philipp Köper, Ansgar Pott (Bauingenieurwesen)
Ausgangssituation
Zwischen Babelsberg und Glienicke wurde 1906 der Teltowkanal angelegt. Im Rahmen dieser Maßnahme wurden zwei Brücken errichtet: die Parkbrücke als reine Fußgängerbrücke im Westen und die Schlossbrücke als Straßen- und Fußgängerbrücke im Osten. Beide Brücken wurden im 2. Weltkrieg zerstört und in den 70er Jahren durch Provisorien ersetzt. Die Auflager der zerstörten Brücken bestehen noch.
Parkbrücke
Parkbrücke
Quelle: www.tek.tu-berlin.de, Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Institut für Architektur.
Die Parkbrücke soll als reine Fußgängerbrücke zum Verweilen und Betrachten der Umgebung einladen.
Sie wird als Bogenkonstruktion ausgeführt, deren Bögen um 15° aus der Ebene gekippt sind, so dass sich der Brückenraum von 3,5 m am Antritt bis auf 5 m in der Mitte aufweitet und so ein Aussichtspunkt mit Bänken entsteht. Die Bögen setzen unterhalb des Gehwegs an und erreichen bei einem Stich von 2,80m in der Brückenmitte eine maximale Höhe von 1 m über dem Gehweg, so dass sie den freien Blick von den Sitzbänken nicht beeinträchtigen. Der Babelsberger Brückenkopf wird in den Entwurf integriert. Der Gehweg liegt auf Querträgern auf, die in einem Abstand von 2 m unterhalb des Bogens in der Brückenmitte gelenkig abgehängt werden. Die Brücke wird als Stahlbrücke ausgeführt, der Gehweg ist mit Holzbohlen gestaltet.
Parkbrücke im Detail
Quelle: www.tek.tu-berlin.de, Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Institut für Architektur.
Envar-Pascha Brücke
Envar-Pascha Brücke
Quelle: www.tek.tu-berlin.de, Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Institut für Architektur.
Bei der Enver-Pascha-Brücke wird die Konstruktion zur funktionalen Sequentierung des Brückenraumes genutzt. Auf diese Weise befindet sich zwischen den außen liegenden Fußgängerwegen und der Straße in der Mitte eine 80 cm breite Fuge, wodurch die Brücke für die Fußgängernutzung angenehmer wird.
Die Brücke funktioniert als „unechte“ Bogenkonstruktion: Die Bögen werden an den Auflagern durch Zugbänder in Form von rechteckigen Vollprofilen verbunden. Durch schräge Zugstäbe werden parallel zur Kanalachse im Abstand von 2 m angeordnete Querträger abgehängt, die quer unter der gesamten Brücke durchlaufen und im Bereich der Fußgängerwege gevoutet ausgeführt werden.
Die Brücke wird als Stahlkonstruktion ausgeführt.
Die Ausführung beider Brücken als Bogenkonstruktionen trägt dem gewünschten Effekt einer „Brückenfamilie“ an diesem Ort Rechnung.
Envar-Pascha Brücke im Detail
Quelle: www.tek.tu-berlin.de, Technische Universität Berlin, Fakultät VI - Institut für Architektur.
Quelle:
Technische Universität Berlin
Fakultät VI - Institut für Architektur
Fachgebiet Tragwerksentwurf und -konstruktion (Tek)
Prof. Dr.-Ing. Klaus Rückert









